Abfall ABC

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Seit mehr als 100 Jahren gibt es in unserer Stadt eine geregelte Straßenreinigung und Müllabfuhr. Wie sich aus dem pferdebetriebenen Fuhrpark ein modernes Dienstleistungsunternehmen entwickelte, hält die Chronik fest.

Entwicklung in Herne

1907

Auf einem angemieteten Grundstück an der Bochumer Straße wird der Städtische Fuhrpark gegründt. Man beginnt in der schnell wachsenden Bergbaustadt Herne mit einer geregelten Müllabfuhr und Straßenreinigung. Personal: ein Verwalter, ein Bürogehilfe, ein Aufseher, 12 Kutscher und 34 Arbeiter. Der Fuhrpark umfasste: 8 Sprengwagen, um den Staub auf den ungepflasterten Straßen zu bekämpfen, 6 Müllwagen, 5 Schlammkarren, 2 Kehrmaschinen, 1 Handsprengwagen und 3 Handkarren. Pferde wurden von einem Fuhrunternehmen, das auch Grubenpferde für den Bergbau stellte, angemietet.

1922 bis 1924

Auf einem stadteigenen Grundstück an der Düngelstraße wird ein moderner Fuhrpark errichtet. Der Pferdebetrieb wird eingeschränkt, neue elektrisch betriebene Zugmaschinen werden angeschafft.

1927

Der Fuhrpark wird um eine Schlosserei und eine Schreinerei erweitert. Wagenbestand: 11 Wagen für Pferdebespannung, 7 Elektrokraftwagen, 3 Elektrokarren und 2 moderne Benzinkraftwagen. Personalbestand: 55 Mitarbeiter.

1957

Ein halbes Jahrhundert "saubere Arbeit in Herne" wird gefeiert. Personal: 87 Mitarbeiter. Wagenbestand: 7 Müllwagen, 3 selbstaufnehmende Kehrmaschinen, 1 Sprengwagen, 7 LKW, 4 Elektrokarren, 1 Mehrzweck-LKW, 1 Kombiwagen und ein Motorroller.

Entwicklung in Wanne-Eickel

Um 1900

Die Gemeinde Wanne regelt die Müllabfuhr über eine Polizeiverordnung, die Abfuhr des Hausmülls wird dem Wanner Unternehmer Heitkamp übertragen.

1920

Die Durchführung der Müllabfuhr wird dem Unternehmer Karl Kamschäfer übertragen, die Gemeinde Wanne stellt die Müllwagen, der Unternehmer das Personal und die Pferdegespanne.

Bis Mitte der 20er Jahre

Wegen massiver Systemmängel und vieler Beschwerden der Bürger, wird von Seiten der Gemeinde Wanne überlegt, die Müllabfuhr in eigener Verantwortung durchzuführen. Die Pläne scheitern vorerst an den fehlenden baulichen Einrichtungen und an den Kosten.

1926

Die junge Stadt Wanne-Eickel kauf den Hof des Bauern Bohmert, ein Grundstück am "Schweinemarkt" und errichtet in den Hofgebäuden einen stadteigenen Fuhrpark.

1963

Der neu errichtete Fuhrpark an der Gütersloher Straße wird in Betrieb genommen.

1975

Mit dem Zusammenschluss von Herne und Wanne-Eickel verfügt die Stadt über zwei Betriebshöfe, die beide keinen Ausbau mehr zulassen.

1996

Grundsteinlegung im Juni für ein 40.000 qm große Betriebsgelände an der Südstrße, das ehemals eine Ziegelei und eine Deponie der Chemischen Werke Hüls beherbergte.

1997

Die städtischen Entsorgungs- und Reinigungsbetriebe beziehen das moderne Betriebsgelände. Die Betriebshöfe in Herne und Wanne werden geschlossen.

01.01.2003

Aus den städtischen Entsorgungs- und Reinigungsbetrieben wird die Anstalt des öffetlichen Rechts entsorgung Herne.

2006

Im Dezember wird der Recyclinghof auf dem Betriebsgelände an der Südstraße eröffnet.